„Face-Lifting” fürs Zuhause

Alles neu macht der Hein: Tapezierermeister Christian Hein sorgt in Profi-Manier für den reibungslosen Tapetenwechsel Ihrer vier Wände.

Firmenporträt aus: ‘Wiener Wirtschaft’ Nr. 28/29 vom 11. Juli 2008 - pdf-Download (0,9mb)

Hochwertige Produkte und Dienstleistungen

Als Tapezierermeister Ernst Hein 1948 den Mietvertrag für das Ecklokal in der Währinger Theresiengasse unterzeichnete, legte er den Grundstein für eine erfolgreiche Unternehmensgeschichte, die bereits ins siebente Jahrzehnt geht - auch wenn sich seither viel geändert hat. Die Umarbeitung von Polstermöbeln und Matratzen war damals das Hauptgeschäft von Hein senior.

Der Tapezierer von heute ist in erster Linie ein Ausstattungs-Allrounder, bei dem Kreativität und Einfühlungsvermögen ebenso gefragt sind wie handwerkliches Können. Wände neu malen, ein eleganter Parkettboden, dazu neue Vorhänge und unbedingt den idealen Sonnenschutz vor die Fenster: „Wir punkten mit Service, das handwerkliche Können ist eine Selbstverständlichkeit”, sagt Christian Hein, der den Familienbetrieb 1980 vom Vater übernommen hat. Obwohl die Wegwerf-Mentalität längst auch seine Branche erfasst hat, kann er stolz auf eine große Zahl zufriedener Stammkunden verweisen, die seine Qualität, Perfektion und Verlässlichkeit zu schätzen wissen.

Dennoch: Die Kunden, die ein ganzes Leben oder gar über Generationen an der lieb gewordenen Ottomane hängen, sterben aus – im wahrsten Sinn des Wortes. „Wer lässt heute noch sein Sofa überziehen, wenn er ums selbe Geld ein neues kriegt?” bringt es Meister Hein auf den Punkt. So hat eben der die Nase vorn, der sich vom reinen Handwerker zum serviceorientierten Einrichtungsfachmann entwickelt hat.

Auch das Grätzel hat sich seit anno 1948 verändert. Die typischen Mittelklasse-Familien sind ins Wiener Umland gezogen, heute bewohnen weniger kaufkräftige Bevölkerungsschichten die Gründerzeitbauten. Aus der beginnenden Sanierung des Kreuzgassen- Viertels erhofft sich Unternehmer Hein eine Aufwertung des Grätzels: „Attraktivere Wohnungen bringen hoffentlich ein neues Publikum und verschaffen dem traditionellen Handwerk neuen Auftrieb.”

Beratung schlägt Größe

„Unser großes Plus gegenüber Einrichtungshäusern und Baufachmärkten ist die kompetente Beratung und der Service aus einer Hand”, so Hein. Während der Kunde im großen Möbelhaus von Etage zu Etage pilgern muss, um mit mehr oder weniger qualifiziertem Personal vor der Auswahl des neuen Parkettbodens und der richtigen Karniesen Fachfragen zu erörtern, kommt Meister Hein – wenn gewünscht – zu jedem Kunden ins Haus. Textile Handelsware oder Bodenbeläge bietet er in ähnlicher Vielfalt wie die große Konkurrenz. „Was den Meisterbetrieb vom Möbelhaus unterscheidet, ist die Qualität der Beratung, der begleitende Service und natürlich die Tatsache, dass wir die notwendigen Arbeiten auch gleich fachmännisch ausführen”, betont Hein. Gute Kontakte zu anderen Handwerksbetrieben machen es ihm möglich, auch die im Zuge einer Renovierung notwendigen Vor- und Nacharbeiten zu organisieren: „Der Kunde von heute schätzt es, alles aus einer Hand zu bekommen”, weiß der Service-Profi.

Handwerk braucht Nachwuchs

Zwei der sieben Mitarbeiter im Familienbetrieb sind Lehrlinge: „Nachwuchsausbildung ist wichtig, um unser Gewerbe zu erhalten”, ist Hein überzeugt. Leicht ist es nicht immer, interessierte und qualifizierte Lehrlinge zu finden: „Wer irgendwie kann, geht heute auf eine höhere Schule”, bedauert er. Für ihn selbst war es nie eine Frage, welche Laufbahn er einschlägt – auch wenn er heute zugibt, dass ihn auch die Offizierslaufbahn gereizt hätte. Ob es dagegen eine dritte Generation im Unternehmen geben wird, ist fraglich: Sohn und Tochter haben längst andere Berufswege eingeschlagen. Vielleicht findet sich zu gegebener Zeit dennoch ein Nachfolger? „Wir werden sehen”, gibt sich der Meister gelassen.

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